Seit Jahren geht die Zahl der Einwohner Deutschlands kontinuierlich zurück. Außer in Berlin sank die Einwohnerzahl in allen Bundesländern. Die Zahl der Einwohner in Deutschland ist im vergangenen Jahr weiter geschrumpft, aber langsamer als zuvor. Die Weltbevölkerung hat die 7 Milliarden-Grenze überschritten, doch die Geburtenrate 2011 lag in Deutschland „nur“ bei 1,46 Geburten. Die Bevölkerung in Deutschland wird immer geringer: 81,9 Millionen Menschen leben zurzeit in der Bundesrepublik.
Ende 2010 hatte Deutschland knapp 81,8 Millionen Einwohner, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Das waren 51.000 Menschen weniger als Ende 2009. Der Bevölkerungsrückgang fiel allerdings deutlich schwächer aus als in den Jahren 2009 (minus 210.000) und 2008 (minus 215.000). Dies ist vor allem auf eine gestiegene Einwanderung sowie einen gleichzeitigen Rückgang der Abwanderung aus Deutschland zurückzuführen. Zudem stieg die Zahl der Geburten leicht an. Von extrem niedrigen Geburtenraten sprechen Demographen, wenn Frauen im Schnitt weniger als 1,3 Kinder bekommen. Früher gab es das allenfalls in Kriegszeiten. Doch in den letzten Jahren schien sich das Phänomen auszubreiten: Deutschland waren unter den Ländern mit extrem niedriger Fertilität.
Zum beispiel Wiesbaden die Deutschen sind zwar nicht vom Aussterben bedroht – aber die Bevölkerungszahl sinkt weiter: Erstmals seit Mitte der neunziger Jahre leben in der Bundesrepublik wieder weniger als 82 Millionen Einwohner. Zum Stichtag 31. März 2009 bestand die Bevölkerung aus 81,9 Millionen Menschen, (wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch berichtete).
Die Menschen in Deutschland werden älter und vor allem gibt es immer weniger: In 50 Jahren wird die Bevölkerung um ein Fünftel geschrumpft sein. Bis zum Jahr 2060 verliert die Bundesrepublik bis zu 17 Millionen Einwohner, die meisten von ihnen in den neuen Bundesländern. Das geht aus dem Demographiebericht hervor, den Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich im Bundeskabinett vorgelegt hat. Auf der Grundlage dieses Berichts will die Bundesregierung im Frühjahr eine Strategie zum Umgang mit dem demographischen Wandel vorlegen. „Die Gestaltung des demographischen Wandels ist eine der großen Zukunftsaufgaben“, sagte CSU-Politiker Friedrich. „Wir sind gefordert, unser gesellschaftliches Fundament umzubauen.“ Der demografische Wandel sei aber auch eine Chance, das Land zu modernisieren.
Die Lebenserwartung
Die geringsten Bevölkerungsveränderungen sind in Bremen (minus 14 Prozent) und Bayern (minus 15 Prozent) zu erwarten. Derzeit leben in Deutschland insgesamt fast 82 Millionen Menschen. Seit sieben Jahren schrumpft die Bevölkerung. Neuerdings verzeichnen auch Bayern, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein Rückgänge – erstmals seit der Wende. Deutschlandweit ein Wachstum verzeichneten nur noch die Stadtstaaten Berlin und Hamburg. Besonders betroffen von den sinkenden Zahlen ist der Osten: In Sachsen-Anhalt schrumpfte die Einwohnerzahl um 1,3 Prozent, in Mecklenburg- Vorpommern um 1 Prozent, in Thüringen um 0,9 Prozent, in Sachsen um 0,7 Prozent und in Brandenburg um 0,6 Prozent. Diese Werte liegen deutlich über dem bundesweiten Rückgang von 0,3 Prozent etc.
Kurz nach der Wiedervereinigung Ende 1990 lebten in Deutschland 79,8 Millionen Menschen. In Folge der Öffnung Osteuropas und des Balkan-Krieges sorgte Zuwanderung für Bevölkerungswachstum. Bereits 1996 gab es 82 Millionen Einwohner, der historische Höchststand war 2002 mit 82,5 Millionen erreicht. In den neuen Bundesländern werden in 50 Jahren voraussichtlich ein Drittel weniger Menschen leben als heute. Dem Bericht zufolge muss Sachsen-Anhalt mit dem größten Bevölkerungsschwund rechnen. Hier wird die Einwohnerzahl voraussichtlich um 42 Prozent sinken. Thüringen steht ein Rückgang von 41 Prozent bevor und Mecklenburg-Vorpommern ein Minus von 36 Prozent.
Bevölkerung schrumpft vor allem im Osten
Nach dem aktuellen Demografiebericht von Bundesinnenminister Friedrich werden bis zum Jahr 2060 17 Millionen Menschen weniger in Deutschland leben. In den neuen Bundesländern schrumpft die Bevölkerung besonders schnell. Bis zum Jahr 2060 wird es in Deutschland um einiges leerer. BerlinDeutschland verliert bis zum Jahr 2060 bis zu 17 Millionen Einwohner, also ein Fünftel der Bevölkerung. Die neuen Länder werden besonders stark von dem Bevölkerungsrückgang betroffen sein. Dort leben in 50 Jahren voraussichtlich ein Drittel weniger Menschen als heute. Das geht aus dem Demografiebericht hervor, den Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) am Mittwoch im Bundeskabinett vorlegte. Auf der Grundlage des Berichts will die Bundesregierung im Frühjahr eine Strategie zum Umgang mit dem demografischen Wandel vorlegen.
Ganz Deutschland diskutiert die Thesen von Thilo Sarrazin, der das Aussterben der Deutschen vorhersagt, wenn sie weiterhin so niedrige Geburtenraten haben. Sarrazin diskutiert auch die Gründe für den Rückgang bei den Geburten. Unter anderem nennt er die Emanzipation und Erwerbstätigkeit der Frau und den Niedergang der traditionellen Familie.
„Die Gestaltung des demografischen Wandels ist eine der großen Zukunftsaufgaben“, sagte Friedrich laut einer Mitteilung in Berlin. „Wir sind gefordert, unser gesellschaftliches Fundament umzubauen.“ Der demografische Wandel sei aber auch eine Chance, das Land zu modernisieren.
Neben einem Rückgang der Einwohnerzahlen verschiebt sich auch die Altersstruktur. Da immer mehr Menschen immer älter sind, nimmt die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter ab. „Im Jahr 2060 wird jeder Dritte mindestens 65 Jahre alt sein“, teilte das Bundesinnenministerium mit.
Seit sieben Jahren schrumpft die Bevölkerung. Neuerdings verzeichnen auch Bayern, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein Rückgänge – erstmals seit der Wende. Dem Bericht zufolge muss Sachsen-Anhalt mit dem größten Bevölkerungsschwund rechnen. Hier sinkt die Einwohnerzahl voraussichtlich um 42 Prozent. Thüringen muss mit einem Rückgang von 41 Prozent rechnen und Mecklenburg-Vorpommern mit einem Minus von 36 Prozent. Die geringsten Bevölkerungsveränderungen sind in Hamburg (minus sechs Prozent), Bremen (minus 14 Prozent) und Bayern (minus 15 Prozent) zu erwarten. Für ganz Deutschland gehen die Statistiker von einem Bevölkerungsrückgang von bis zu 21 Prozent bis 2060 aus. Derzeit leben in Deutschland fast 82 Millionen Menschen.
Erfolg der pronatalistischen Politik
Vor 1933 lebten die meisten Deutschen in wirtschaftlicher Unsicherheit, oft in Not. Von etwa 1935 bis 1939 ging es ihnen materiell gut. Also bekamen sie mehr Kinder. Viele zuvor aufgeschobene Familiengründungen wurden vermutlich nachgeholt.
Tatsächlich stieg die Geburtenrate 1939 lag sie mit 20,4 Geburten pro 1000 Einwohner um mehr als fünf Punkte höher als 1932 und hatte fast wieder das Niveau von 1924 erreicht. Dass in den fünf Jahren nach 1933 mehr Kinder geboren wurden als in der entsprechenden Zeit zuvor, bedeutete nicht etwa, dass die Kinderzahl pro Ehe stieg. Alle Bemühungen, die Entwicklung zur Zwei-Kinder-Familie aufzuhalten, scheiterten. In den 1920 geschlossenen Ehen kamen durchschnittlich 2,3 Kinder zur Welt, in den 1930 und 1940 geschlossenen jedoch nur noch 2,2 beziehungsweise 1,8 Kinder.
– Erhöhung des Kindergeldes
– Ehestandsdarlehen
– Verleihung des Mutterkreuzes an Mütter mit mehr als 4 Kinder
– Muttertag als staatlicher Feiertag
– Die gesamten Tätigkeiten einer Mutter wurden hochgelobt und nicht als minderwertig bezeichnet (beide Extreme sind keineswegs zu befürworten)
– Kinderbetreuungseinrichtungen für Kinder lediger Mütter
– Patenschaften der Partei für kinderreiche Familien
(Eben die ganze Pallette und ständiges, parteigesteuertes Einwirken auf die jungen Frauen)
Mit welchen Maßnahmen steigerte das Nazi-Regime die Geburtenrate?
1933 wurde das berühmte Ehestandsdarlehen eingeführt, 1935 der „Lebensborn“, ein SS-Programm zur Unterstützung allein stehender Mütter – vorausgesetzt, sie und die Kindsväter waren von gutem germanischem Blut. Das Mutterkreuz, eine Auszeichnung für fruchtbare Frauen, kam 1938 hinzu, 1939 folgte eine Geburtsprämie für weibliche Studenten. Die meisten dieser Maßnahmen erwiesen sich als sehr populär, zum Beispiel nannte Antonie Hopmann, die Generalsekretärin des Katholischen Deutschen Frauenbunds, das Ehedarlehen einen „Geniestreich“. Viele der Neuerungen fanden im Ausland eine Entsprechung. So wurden Ehestandsdarlehen gleichzeitig im sozialdemokratischen Schweden eingeführt, und das Mutterkreuz haben die Nazis sogar von Frankreich kopiert.
Nicht nur durch den Rammelbalken (Mutterkreuz) ist die Geburtenrate gestiegen, sondern auch durch weitergehende Propaganda usw. Um „rassisch wertvolle“ Frauen zur Reproduktion zu bewegen. Kinderreiche Ehepaare wurden steuerlich begünstigt und finanziell unterstützt. Seit 1936 erhielten Arbeiter- und Angestelltenfamilien, deren Monatseinkommen unter 185 Reichsmark lag, für das fünfte und jedes weitere Kind 10 RM monatlich. Zwei Jahre später wurde dieses Kindergeld bereits für das dritte und vierte Kind bereitgestellt.
Auch „SS-Führer Heinrich Himmler wollte zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: heimliche Abtreibungen verhindern und Kinder für den „Führer“ zeugen lassen. Also rief er die „Lebensborn“-Bewegung ins Leben: Heime, in die ungewollt schwangere Mütter schon Monate vor der Entbindung einziehen konnten, so dass Familie und Nachbarn nichts davon erfuhren.“
Einen weiteren Anreiz stellte das Angebot eines Ehestandsdarlehens dar. Seit 1933 konnten Heiratswillige, die den rassischen und sozialen Qualitätsanforderungen genügten, ein Darlehen in Höhe von bis zu 1000 RM beanspruchen. Neben der Erleichterung von Eheschließungen und Haushaltsgründungen sollte das Darlehen auch für mehr Kinder pro Ehe sorgen: Die Darlehensschuld verminderte sich pro Kind um ein Viertel und galt nach vier Geburten als „abgekindert“. Auch dafür war es eine Schande von anderen als arischen Vätern ein Kind zu kriegen, das war wiederum eine große Sauerei. Aber die Geburtenrate stieg tatsächlich an!
Eine erschreckende Entwicklung, die in Europa einmalig ist. Zum beispiel Deutschland wird laut einer EU-Prognose bis zum Jahr 2060 rund 16 Millionen Einwohner verlieren. Mit dann nur noch 66 Millionen Bewohnern wird es in gut fünfzig Jahren längst nicht mehr das bevölkerungsreichste Land der EU sein, wie aus einer vom EU-Statistikamt Eurostat veröffentlichten Studie hervorgeht.
Deutschland, das 2010 noch 82 Millionen Einwohner hatte, wird nach Schätzungen der EU-Statistiker 2060 nur noch an dritter Stelle hinter Großbritannien (79 Millionen Einwohner) und Frankreich (74 Millionen) liegen, gefolgt von Italien (65 Millionen) und Spanien (52 Millionen). Anders als Deutschland können diese vier Länder demnach von einer wachsenden Bevölkerung ausgehen. Für die gesamte Europäische Union erwarten die Statistiker noch bis 2040 einen Bevölkerungszuwachs. Dann wird die EU, wo Anfang 2010 insgesamt 501 Millionen Menschen lebten, den Berechnungen zufolge einen Höchststand von 526 Millionen Einwohnern erreichen. Bis 2060 wird die europäische Gesamtbevölkerung laut Eurostat dann schrittweise auf 517 Millionen zurückgehen.