Die bAV Reform 2018 (Betriebsrentenstärkungsgesetz)

Die bAV Reform 2018 (Betriebsrentenstärkungsgesetz)
Es ist hinreichend bekannt, dass nunmehr rund 60 % aller Arbeitnehmer in Deutschland die betriebliche Altersvorsorge nutzen um sich im Alter zusätzlich zur staatlichen Rente gegen Altersarmut abzusichern.
Nur was ist mit den anderen 40% der Arbeitnehmer in Deutschland?
Bei den 40 % der Arbeitnehmer die die betriebliche Altersvorsorge nicht nutzen, sind es zumeist Arbeitnehmer aus dem Niedriglohnsektor oder Geringverdiener die sind bis heute die betriebliche Altersvorsorge schlicht und ergreifend nicht leisten konten.

Das ist ein Problem, da die gesetzliche Rente in den allermeisten fällen im Alter nicht reichen wird um den gewohnten Lebensstandard beibehalten zu können.

Dies hat die Bundesregierung erkannt. Mit der Einführung des so genannten Betriebsrentenstärkungsgesetz soll ab Januar 2018 die BAV Reform Greifen. um eben genau diesen Personenkreis abholen. So sollen auch Geringverdiener in die Lahe versetzt werden von allen Vorteilen und Möglichkeiten der Betriebsrente zu profitieren.
Hierbei geht es um zwei Kernpunkte.
Zum einen sollen die Rahmenbedingungen für die betriebliche Altersvorsorge auch bei bestehenden Betriebsrenten verbessert werden und andererseits und das ist neu wird die betriebliche Altersvorsorge durch das so genannte Sozialpartnermodell (Nahles Rente) ergänzt werden.
Mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz wird die Grundlage für weiterte Förderungsmaßnahmen innerhalb betrieblichen Altersvorsorge gelegt.
Eine grundlegende Änderung wird sein, dass Arbeitgeber in die Pflicht genommen werden, sich mit 15 % auf den umzuwandelnden Betrag des Arbeitnehmers zu beteiligen d.h. konkret wenn der Arbeitnehmer 100,00 € in die Betriebsrente umwandelt, muss der Arbeitgeber sich mit 15,00 € beteiligen.
Ein Novum stellt die Enthaftung des Arbeitgebers da. Der Arbeitgeber wird aus der Pflicht genommen für die von Ihnen gemachten Zusagen seinen Arbeitnehmern gegenüber einzustehen. Neu ist auch, das mit der bAV Reform nur noch eine so genannte „Ziel-Rente“ vereinbart wird.
Weitere Neuerung im Überblick:

  • Erhöhung des Förderrahmens
  • Opting out
  • Geringverdiener Förderung
  • Reine Beitragszusage
  • Freibetrag
  • Grundsicherung
  • Verpflichtende Arbeitgeber Zuschüsse

Zusammenfassung:
Auszug: Gesetzentwurf der Bundesregierung Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der betrieblichen Altersversorgung und zur Änderung anderer Gesetze
(Betriebsrentenstärkungsgesetz)
Problem und Ziel
Betriebsrenten sind noch nicht ausreichend verbreitet. Besonders in kleinen Unternehmen und bei Beschäftigten mit niedrigem Einkommen bestehen Lücken. Deshalb sind weitere Anstrengungen und auch neue Wege notwendig, um eine möglichst weite Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung und damit verbunden ein höheres Versorgungsniveau der Beschäftigten durch kapitalgedeckte Zusatzrenten zu erreichen.
Lösung
Die Möglichkeiten für die Sozialpartner, über Tarifverträge betriebliche Versorgungssysteme zu gestalten, die einfach, effizient, kostensicher und damit gezielt auf die Bedürfnisse der Unternehmen und Beschäftigten zugeschnitten sind, werden erweitert. So können die Sozialpartner künftig auch sog. reine Beitragszusagen vereinbaren, über Leistungen der durchführenden Einrichtungen entscheiden und rechtssicher Options- beziehungsweise Opting-Out-Systeme in den Unter-
nehmen und Betrieben einführen. Daneben wird ein spezifisches Fördermodell für Geringverdiener eingeführt. Zudem wird die steuerliche Förderung der be-
trieblichen Altersversorgung und der Riester-Rente vereinfacht und verbessert. Schließlich werden im Sozialrecht neue Anreize für den Auf- und Ausbau einer
betrieblichen Altersversorgung besonders bei Geringverdienern gesetzt.
Alternativen
Eine weitere Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung wäre auch mit einem gesetzlich obligatorischen Betriebsrentensystem zu erreichen oder auch damit,
dass ein alle Arbeitgeber verpflichtendes gesetzliches Options- beziehungsweise Opting-Out-System eingeführt würde. Solche Systeme weisen aber eine höhere Eingriffsintensität für Arbeitgeber und Beschäftigte auf. Deshalb sollen vordringlich die Möglichkeiten für einen weiteren freiwilligen Ausbau der betrieblichen
Altersversorgung ausgeschöpft werden.

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2018-06-16T17:10:12+00:00