GDV macht Vorschläge zur Stärkung der betrieblichen Altersvorsorge

Der Versicherungsverband GDV will mit neuen sozialpolitischen Vorschlägen die betriebliche Altersvorsorge stärken. Arbeitgeber sollen demnach das Recht erhalten, Gehaltskomponenten in Ansprüche aus einer Betriebspension umzuwandeln, wenn der Arbeitnehmer nicht innerhalb von drei Monaten widerspricht, fordert der GDV in einem Konzeptpapier, das der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Mittwochsausgabe) vorliegt.

Aus Sicht der Versicherer besteht demnach ein Bedarf für eine solche Reform, weil sich der Anteil der Betriebsstätten mit betrieblicher Vorsorge im Jahrzehnt nach 2001 zwar um 19 Prozentpunkte auf 50 Prozent erhöht hat. Nach 2009 sei der Anstieg aber fast zum Erliegen gekommen. Seither sei nur noch ein Prozentpunkt hinzugewonnen worden. Nachholbedarf gebe es insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen. Vor allem für Geringverdiener sollte dieses Modell attraktiver gemacht werden.

Hintergrund: Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ist die Dachorganisation der privaten Versicherungsunternehmen in Deutschland. Präsident des GDV ist Alexander Erdland (Amtsantritt 14. November 2012). Der GDV wurde 1948 in Köln gegründet, heutiger Sitz ist Berlin. Dem Verband gehören 460 Mitgliedsunternehmen mit rund 214.000 Beschäftigten und Auszubildenden an, die mit 427 Mio. Versicherungsverträgen privaten Haushalten, Industrie, Gewerbe und öffentlichen Einrichtungen Risikoschutz und Vorsorgemöglichkeiten bieten.

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2016-08-14T11:08:54+00:00