Telefonmarketing & Telefonverkauf – Was ist erlaubt und was nicht?

Telefonmarketing beschreibt ein „Marketing“ Vertriebskanal mit dem Instrument Telefon. – Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Telefonvertrieb, Telefonverkauf und Telefonmarketing als Teildisziplin aus dem Direktmarketing.

Telefonmarketing wird zumeist eingesetzt in klasischen Bereichen wie bspw. in der sogenannten A, B und C Kunden Betreuung oder Messevorbereitung (Messe-Einladungen).

Gleichzeitig wird das Vertriebsinstrument Telefonmarketing bei der Generierung von Neukunden z.B  in der Finanz oder Versicherungswirtschaft zur Vereinbarung von potentiellen Neukunden und Außendienst eingesetzt.
GUT ZU WISSEN!
Das Instrument Telefonmarketing ist gerade in der Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche ein gern genutztes Instrument der Neukundengewinnung. Bspw in den Segmenten;

  • Telefonmarketing: Betriebliche Altersvorsorge
  • Telefonmarketing: Betrieblichen Krankenversicherung
  • Telefonmarketing: Betrieblichen Sachversicherung (Gewerbe Sachversicherung)
  • Telefonmarketing: KFZ Flottenversicherung

Im Telefonverkauf oder Direktvertrieb, geht es darum, dass direkt am Telefon z.B. Produkte oder Dienstleistungen (oder MIX) ein Geschäftsabschluss zu erreichen. Einer Studie der Bundesnetzagentur zufolge werden in den Bereichen Lotterie, Telekommunikation (Handyverträge), Kreditvermittlung aber auch im Bereich der Tonerkartuschen (Druckerpatronen) versucht waren und Dienstleistungen direkt am Telefon zu verkaufen.
Ziele im Direktvertrieb

  • Generierung neuer Geschäftskontakte zu Interessenten oder potenziellen Kunden (sogenannte Leads)
  • Zielgruppenspezifische Segmentierung und absatzorientierte Bedarfsanalyse
  • Vorbesprechung (Vorqualifizierung) und Terminvereinbarung für Außendienstbesuche
  • Angebotsnachverfolgung (Nachfassen), Interessenten- und (Stamm-)Kundenbetreuung

Gleichzeitig muss festgestellt werden, dass der Direktvertrieb als Vertriebsvehikel bei Anrufen in Privathaushalten grundsätzlich verboten sind. Die Bußgelder die die Bundesnetzagentur hierbei verhängen kann, betragen bis zu 50.000 EURO.
Hierbei muss grundsätzlich unterschieden werden zwischen Telefonmarketing Anrufe innerhalb der telefonischen Kaltakquisition im Bereich;

  • Business to Business (B2B)
  • Business to Customer (Privathaushalte)

    ACHTUNG: Aber auch im Business to Business  (B2B) sind nicht „automatisch“ alle Telefonate innerhalb der telefonischen Kaltakquisition grundsätzlich erlaubt.

Hintergrund Telefonmarketing
Ein wichtiges und tragendes Element ist, dass es grundsätzlich um die Belange des betreffenden (anzurufenden) Unternehmens geht. Bspw. kann es grundsätzlich für eine Druckerei interessant sein, sich sich vieleicht losgelöst zur bestehenden Verbindungen sich von Zeit zu Zeit am Markt hinsichtlich neuer Geräte/Drucker zu orientieren.

Hier wäre bspw. die unverbindliche Anfrage mit dem Instrument Telefonmarketing, ob oder inwieweit vielleicht die Einladung an eine spezielle Fachmesse für Drucker, für den Geschäftsinhaber der Druckerei möglicherweise von Interesse.

In diesem Fall kann grundsätzlich ein konkludentes Einvernehmen unterstellt werden. Also das mutmaßliche Interesse an einem Messebesuch hinsichtlich neuer Drucker- Maschinen unterstellt werden.  In diem Fall wäre ein Anruf mit dem Instrument Telefonmarketing grundsätzlich zulässig.
Um in diesem Beispiel einmal zu bleiben, wäre bspw. die telefonische Erstansprache (Kaltakquisition) bei dem selben Inhaber der Druckerei, diesen z.B. auf einen sagen wir, neuen Satz Autoreifen anzusprechen, weil man hier vielleicht unterstellen könnte, dass der Geschäftsführer ein Auto besitzt, grundsätzlich unzulässig und somit verboten.

Da es hier eben nicht um die Belange des Unternehmens geht, sondern um die Person selbst.

Grundsätzlich hat der Bundesgerichtshof festgestellt, dass grundsätzlich Anrufe im Bereich B2B nicht verboten sind. Jedoch muss das mutmaßliche Interesse an einem Produkt oder an der angepriesenen Dienstleistung grundsätzlich unterstellt werden können.
Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie direkt auf der Homepage der Bundesnetzagentur wir haben Ihnen einen entsprechenden Link nachfolgend zur Verfügung gestellt. Link: Bundesnetzagentur
Außendienst Terminvereinbarungen
Bundesnetzagentur
Die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen mit Sitz in Bonn, kurz Bundesnetzagentur (BNetzA), ist eine obere deutsche Bundesbehörde im Geschäftsbereich des Bundeswirtschaftsministeriums. Als oberste deutsche Regulierungsbehörde bestehen ihre Aufgaben in der Aufrechterhaltung und der Förderung des Wettbewerbs in sogenannten Netzmärkten. Eine weitere Aufgabe ist die Moderation von Schlichtungsverfahren. Die Bundesnetzagentur ist außerdem Zertifizierungsstelle nach dem Signaturgesetz.
Aufgaben und Struktur
Die Behörde ist für den Wettbewerb auf den fünf Netzmärkten Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnverkehr verantwortlich. Verwaltungssitz der Bundesnetzagentur ist die Bundesstadt Bonn. Die technische Zentrale liegt in Mainz. Die Agentur untersteht dienstlich und – überwiegend – fachlich der Aufsicht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), die Abteilung 7 (Schiene) und in Bezug auf das Telekommunikationsrecht untersteht die BNetzA fachlich der Aufsicht des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI).
Diese hat zehn Außenstellen und 25 den jeweiligen Außenstellen zugeordnete Standorte, so dass eine bundesweite Flächenpräsenz gegeben ist. Aktueller Präsident der Bundesnetzagentur ist Jochen Homann, der am 1. März 2012 die Nachfolge von Matthias Kurth antrat. Vorsitzender des Beirats ist seit März 2014 der Bundestagsabgeordnete Joachim Pfeiffer. Die Bundesnetzagentur hatte 2011 rund 2500 Mitarbeiter.
Quelle: Wiki ( Bundesnetzagentur)

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2016-12-20T19:22:40+00:00