Tipp #25 Telefonische Kaltakquise

Tipp Nummer 25 telefonische Kaltakquise: Der „SIE“ Standpunkt.

Nur selten fällt uns auf, gerade wenn wir uns privat unterhalten, wieviele sogennante „ICH“ Botschaften wir so täglich von uns geben. Auf geschäftlicher Ebene und gerade wenn es darauf ankommt neue Kunden gewinnen zu wollen, sollten wir jedoch weitesgehend darauf verzichten. Aber was ist damit genau gemeint?

Irgendwo sind wir alle Egoisten, das Problem ist nur, dass ihr Kunde auch ein Egoist, ist! Und jetzt wird es spannend, ein Egoist trifft auf einen Egoisten.

Kennen Sie das? Vieleicht sind Sie ja schon einmal in Ihrer Firma an das Telefon gegangen, und ein freundlicher „CallCenter“ Mitarbeiter war am anderen Ende der Leitung. Und die freundliche Stimme eröffnet das Gespräch, indem sie sagt;

Beispiel im „ICH“ Standpunkt: Guten Tag, „MEIN“  Name ist, „ICH“ rufe an vom Unternehmen…, „ICH“ wollte mal auf diesem Wege in Erfahrung bringen…, „WIR“ haben uns auf…(dies und das) spezialisiert…, damit „WIR“ einmal zeigen*…, können inwieweit…, aus diesem Grund, möchte „ICH“ vorschlagen.., usw.

So passiert es nur zu oft, dass eine vielzahl von „ICH“ Botschaften transportiert werden.

Jedoch wenn wir ganz ehrlich sind, dann geht es doch hier nicht um den „Sender“ sondern vielmehr um den „Empfänger“ der Botschaften. Hierbei geht es nicht darum, dass Sie zu 100% alle „ICH“ Botschaften aus Ihren telefonischen Kaltakquise Gesprächen verbannen müssen,  jedoch wäre es ein guter Anfang wenn vielleicht 30-40%  der „ICH“ Botschaften in den so genannten „SIE“ Standpunkt zu drehen. Kunden Erlebnisse sollen mitreißend sein, dafür müssen Sie von ihrer Insel weg und auf die Insel des Kunden, also zum Empfänger ihrer Botschaften.

Beispiel im „SIE“ Standpunkt: Herr „KUNDE„, es geht um das zentrale Thema; (Thema,Thema,Thema) und gleichzeitig darum, wie hoch die Einsparungen für „IHR“  Unternehmen in diesem Jahr sind! Daher macht es ja Sinn, „IHNEN“ einmal darzulegen…, dann können „SIE“ frei entscheiden…, daher macht es ja Sinn…, ein erstes kurzes Kennenlernen mit zu vereinbaren. Daher stellt sich die Frage.., wie schaut es bei „IHNEN“ nächste Woche im Kalender aus, wäre bei „IHNEN“ z.B. der 15. August machbar… usw.

Der „SIE“ Standpunkt lässt sich nicht nur hervorragend auf die Telefonie übertragen sondern der Bogen lässt sich noch weiter spannen. Z.B. Beim Anrufbeantworter! Haben Sie eventuell einen? Hören Sie doch mal rein sofern Sie einen haben, wieviele „ICH“ Botschaften im Ansagetext versteckt sind. Oftmals hört sich das so an:

  • ICH bin derzeit nicht erreichbar,
  • ICH würde MICH freuen wenn Sie
  • MIR eine Nachricht hinterlassen,
  • ICH rufe dann umgehend zurück.

5 (fünf) „ICH“  Botschaften in 4 Zeilen! Aber es geht auch anders. Denn im „SIE“ Standpunkt würde sich die gleiche Aussage so anhören:

  • Vielen Dank für IHREN Anruf
  • leider ist es nicht möglich IHREN Anruf entgegenzunehmen.
  • Selbstverständlich haben SIE die Möglichkeit eine Nachricht zu hinterlassen
  • SIE werden umgehend zurückzurufen, danke für IHR Verständnis!

Also gehen Sie weg vom egozentrischen „ICH“ Standpunkt und gehen Sie direkt ab der ersten Sekunde auf ihre Kunden, im „SIE“ Standpunkt zu! Dann haben Sie am ende des Tages, ganz sicher den einen oder anderen Termin mehr als Ihre Kollegen.

Dabei wünsche „ICH“ 😉 Ihnen viel Erfolg.

TEXT: Tipp #25 Telefonische Kaltakquise

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2016-08-20T21:28:14+00:00