Versicherer unterschätzen das Potenzial von Social Media

Für den Vertriebsmitarbeiter im Außendienst gibt es zwei tragende Säulen für den Erfolg: Zeit und direkter Kontakt mit dem Kunden. Wer heute erfolgreich sein will, muss seinen Kunden dort abholen wo er ist! Dazu gehören insbesondere auch Social Media Kanäle. Die primären Ziele welches durch Social Media Kanäle verfolgt werden, ist mit dem Kunden langfristig auf einer freundschaftlichen Ebene zu kommunizieren um so die vorhandene Geschäftsbeziehung nicht nur zu festigen sondern stetig auszubauen.

Twitter Facebook und Co. eignen sich somit hervorragend zur Steuerung des Empfehlungsmarketings.

Ursprüngliche Ansätze beinhalten sechs Bausteine.

  1. Empfehlungsfrage an den Bestandskunden
  2. Qualifizierung der Empfehlung
  3. Kontaktaufnahme
  4. Terminvereinbarung
  5. Feedback an den Empfehlungsgeber
  6. Zweites Feedback an den Empfehlungsgeber zum Auslösen weiterer Empfehlungen

Der moderne Managementprozess des Empfehlungsmarketing wird nunmehr in vier Schritte unterteilt:

  1. Interne und externe empfehlungsfokussierte Analyse
  2. Definition der Empfehlungsstrategie
  3. Planung und Umsetzung adäquater Empfehlungsaktivitäten
  4. Kontrolle und Optimierung der Aktivitäten

Gleichzeitig muss festgestellt werden, dass die neuen Medien auf  Vermittlerseite bis heute äußerst schwach als probates Mittel der Neukundengewinnung eingesetzt und ausgeschöpft werden. Dies mag auch daran liegen, dass oftmals die notwendigen Grundkenntnisse fehlen und der Versicherungsvermittler heute i.d.R. mit diesen neuen Vertriebskanälen einfach (noch) nicht geländefähig ist. 

Hierbei wäre es wünschenswert, wenn Versicherungsgesellschaften ihren Vertrieblern gegenüber proaktiv z.B. online Schulungen anbieten würden. Um so ein besseres Verständnis hinsichtlich der Vorteile und dem richtigen Einsatz mit den neuen Medien zu unterstüzen. Bspw.  Die ERGO Versicherung bietet ihren Mitarbeitern gegenüber ein Social Media Handbuch und Leitfaden für das richtige Verhalten in den Netzwerken an. Ebenso werden ua. online Schulungen angeboten, dies kann man als beispielhaft bezeichnen.

Hierzu zählen aber auch gleichermaßen die Sensibilisierung und rechtlichen Aspekte z.B. bei der Bereitstellung von Fotos oder Texten im Internet. Ein wesentliches Kriterium ist die Außenwirkung, auch hier ist Nachholbedarf bei vielen Versicherungsvermittler. Es reicht einfach nicht mehr aus, eine vielleicht noch vom Schwager zusammen gebastelte „bund-blinkende“ Internetseite vor zu halten, die vielleicht noch um die Jahrtausendwende ins Netz gestellt wurde. Der Kunde erwartet heute einem zeitgemäßen und modern anmutenden Internet Auftritt seines Versicherungsvermittlers. Denn oftmals ist das erste was ein potentieller Neukunde sieht, dass was ihm im Internet präsentiert wird wird. Wenn dieser „erste“ Eindruck nicht passt, so kommt es garnicht erst dazu das man mit der zwischenmenschlichen Komponente punkten kann.

Begriffserläuterung: Social Media (auch Soziale Medien) sind digitale Medien und Technologien (vgl. Social Software), die es Nutzern ermöglichen, sich untereinander auszutauschen und mediale Inhalte einzeln oder in Gemeinschaft zu erstellen. Der Begriff „Social Media“ wird aber auch für die Beschreibung einer neuen Erwartungshaltung an die Kommunikation genutzt und zur Abgrenzung von dem Begriff soziale Medien im Singular verwendet, da es sich um mehr handelt als um einzelne Medienkanäle.

Soziale Interaktionen und kollaboratives Schreiben (manchmal in Anlehnung an den englischen Begriff auch „Kollaboration“ genannt) in sozialen Medien gewinnen zunehmend an Bedeutung und wandeln mediale Monologe (one to many).

Zudem sollen sie die Demokratisierung von Wissen und Informationen unterstützen und den Benutzer von einem Konsumenten zu einem Produzenten entwickeln. Demnach besteht weniger oder kein Gefälle zwischen Sender und Rezipienten (Sender-Empfänger-Modell). Als Kommunikationsmittel werden dabei Text, Bild, Audio oder Video verwendet. Das gemeinsame Erstellen, Bearbeiten und Verteilen von Inhalt, unterstützt von interaktiven Anwendungen, betont auch der Begriff Web 2.0.

Begriffserläuterung Quelle: Wikipedia – Social Media 
Text.: Versicherer unterschätzen das Potenzial von Social Media

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2016-08-31T21:16:21+00:00