Was ist ein Startup?

Was ist ein Startup? – Start-up-Unternehmen (auch Startup-Unternehmen; kurz: das Startup bzw. Start-up, von englisch to start up = „gründen, in Gang setzen“) ist ein wirtschaftsgeschichtlich recht neuer Begriff, der ein junges Unternehmen bezeichnet, das vor allem durch zwei Besonderheiten gekennzeichnet wird: Es hat eine innovative Geschäftsidee bzw. Problemlösung – und die Unternehmensgründung erfolgt mit dem Ziel, stark zu wachsen und einen hohen Wert zu erreichen. Die Finanzierung wird dabei häufig wegen der Risiken nicht über klassische Banken organisiert, sondern über Förderbanken und innovative Finanzierungsformen wie etwa Venture- und Seed-Kapital und Crowdfunding.

Oft haben die Startups es dabei mit einem jungen oder noch nicht existierenden Markt zu tun und müssen erst ein funktionierendes, skalierbares Geschäftsmodell finden

haben sie dieses gefunden und etabliert, gelten sie allgemein nicht mehr als Startup. Auch ehemalige Startups oder gestandene Unternehmen bewahren sich mitunter die erfolgreichen Ansätze von Startups (wie Innovationsfähigkeit, Flexibilität, Modernität, flache Hierarchien), fördern sie durch Inkubatoren, gründen bzw. gliedern eigene Sparten als Startups aus (sogenannte Spinoffs), oder übernehmen Startups durch Zukäufe.

Nicht jedes neu gegründete Unternehmen wird als Startup bezeichnet.

Zum Beispiel starten Handwerksbetriebe wie Tischler und Friseure oder Freiberufler wie Architekten und Rechtsanwälte im Regelfall weder mit einer innovativen Geschäftsidee noch haben sie das vorrangige Ziel, schnell zu wachsen. Sie bedienen einen existierenden und bewährten Markt und gelten häufig als Existenzgründer. Beim Franchising ist der Franchisenehmer ebenfalls kein Startup, der Franchisegeber kann es hingegen durchaus sein. Copycat-Unternehmen im Tech-Bereich werden mitunter als Startups bezeichnet, erfüllen aber meist nur bedingt das Kriterium der Innovation, vielmehr führen sie diese häufig auf einem anderen Markt ein als das kopierte Unternehmen.
Obwohl als Startup im Prinzip Unternehmen aller Branchen bezeichnet werden können, welche die Kriterien Innovation und Skalierbarkeit erfüllen, geschieht dies in der Praxis meist mit Unternehmen im Technologiesektor, vor allem bei Spitzentechnologien und im Bereich des Internets. Typische Branchen sind etwa der

  • Onlinehandel
  • Anwendungssoftware Finanztechnologie
  • Biotechnologie
  • Nanotechnologie
  • Inovative (neue) Fertigungsverfahren
  • Industrie 4.0
  • Luft- und Raumfahrttechnik.

Mitunter verändern Startups ganze Geschäftszweige und -modelle, was auch als Disruptive Technologie bezeichnet wird.
Oft haben die Gründer und Investoren eines Startups die Absicht, das Unternehmen nach wenigen Jahren auf dem freien Markt anzubieten, entweder einem etablierten Unternehmen durch Beteiligung oder Übernahme, oder vielen Aktionären durch einen Börsengang. Häufig soll dadurch die Tragfähigkeit bzw. das Potenzial des Unternehmens dargestellt werden oder neue Ideen verwirklicht werden. Eine fruchtbare Gründerszene entsteht demzufolge häufig durch die Dynamik von Talenten und Finanzmitteln, die durch Verkäufe und regionale Netzwerke mit wachsendem Know-how angeregt wird.[1] Die Ballung bestimmter Branchen oder insgesamt vieler Startups heißt Startup-Cluster.[2] Für die Start-Up Unternehmer sind politische Stabilität und Rechtssicherheit wichtige Faktoren für die Standortwahl. Neben der entscheidenden Register- und Vertragssicherheit bzw. kompetenten Rechtsprechung und internationalen Rechtssicherheit ist Schnelligkeit bei der Registereintragung wichtig, wobei das staatliche Gesellschaftsregister möglichst elektronisch geführt sein soll.[4] Die erfolgreiche Start-Up-Szene im Silicon Valley legt im Rahmen der Gründung besonderen Wert auf analoge Arbeitskultur. Persönliche Anwesenheit und analoge Verträge sind Pflicht; virtuelle Kommunikation oder Gründungsverfahren sind streng verpönt.
Quelle: WIKI

2018-06-16T14:32:50+00:00