Wie die betriebliche Altersvorsorge für Arbeitgeber aktiver wird.

Wie die betriebliche Altersvorsorge für Arbeitgeber aktiver wird. – Im Koalitionsvertrag der Union und SPD steht, dass die betriebliche Altersvorsorge gestärkt werden soll. Nur war man sich bis dato noch nicht darüber einig, wie dieses konkret umzusetzen ist. Dies soll sich nun in diesem Herbst ändern, wenn Andrea Nahles ihr Konzept zur Betriebsrente und deren Stärkung vorlegen möchte.

Berichten zufolge, soll die Rente wie es die Bundesbank fordert mit 69 nicht wohl kommen. So jedenfalls auch die Meinung von Siegmar Gabriel Chef der SPD in einem Interview Er hält dies schlichtweg, für eine so wörtlich „bekloppte Idee“. Wohl wissend mit dieser Aussage gleichzeitig die Gewerkschaften in einer geschlossenen Reihe hinter sich zu wissen.

Einem Bericht der SZ zufolge, soll der Gewerkschaftsbund bald eine eigene Kampagne zur Betriebsrente starten, hier hat bspw.  die IG Metall im Vorfeld vorgeschlagen, dass Rentenniveau von derzeit knapp 48 % nicht fallen zu lassen, sondern eine Steigerung um 2 % auf 50 % Punkte zu erhöhen. Wenn es um die betriebliche Altersvorsorge geht sind sich alle Parteien einig.  Bei der betriebliche Altersvorsorge  werden die jeweiligen Tarifparteien, Arbeitgeber und Arbeitnehmer an einem Strang ziehen müssen. Hierbei sind sich Experten sicher, dass so lange dies nicht geschieht, so wird eine Steigerung und gleichzeitig Zunahme  der Altersarmut in der Zukunft unabwendbar sein und die betriebliche Altersvorsorge als zweite Säule künftig solide durchfinanziert werden muss.

Auch selbstständige, klein und Mittelbetriebe, müssen sich stärker an der betrieblichen Altersvorsorge beteiligen. Oftmals wird nur eine unzureichende Zusatzversorgung durch die Arbeitnehmer in Anspruch genommen. Die Gründe hierfür sind oft daran gekoppelt, dass für die meisten die Regelwerke innerhalb der betrieblichen Altersvorsorge einfach zu komplex sind und die allermeisten sehen sich hier einfach überfordert.

Es steht außer Frage, dass die betriebliche Altersvorsorge „heute“ die wohl komplizierteste rechtliche Fragestellung im Anwendungsbereich der Jurisprudenz darstellt, daher ist es kein Wunder, dass Unternehmensinterne Anwendern ihr distanziert und ablehnend gegenüber stehen und gleichzeitig etwaige Berater und Anbietern von bAV Dienstleistungen ausgeliefert gegenüber stehen, so jedenfalls aus einem Bericht und Grundsatzpapier der Gewerkschaft .

All das trägt dazu bei, dass die betriebliche Altersvorsorge in kleinen Betrieben oft nicht eingeführt wird. Es muss im Ergebnis darum gehen die hohen gesetzlichen Hürden abzubauen, ob dies in Teilen gelingen wird, sehen wir im Herbst 2016.

Text: Wie die betriebliche Altersvorsorge für Arbeitgeber aktiver wird.

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2016-08-19T15:49:05+00:00